gelbeSäcke

Zwischen gelben Säcken


Eigentlich wollten vor vielen Jahren Die Grünen den Plastikmüll reduzieren.
Herausgekommen ist 1991 der Kompromiss mit dem Grünen Punkt, das Duale System Deutschland.
Auch wenn das Symbol nicht mehr auf der Verpackung aufgedruckt sein muss, hält sich die Vorstellung weiterhin.
Leider bekomme ich Obst und Gemüse kaum unverpackt zu kaufen. Auch unser Zwei-Personenhaushalt füllt einen Gelben Sack in 14 Tagen.
Recycelt wird noch immer nur ein Bruchteil davon.
Meist denke ich nicht all zu viel darüber nach. In diesem Jahr jedoch wurde ich mehrfach an die anfallenden Müllmengen erinnert.
Am Anfang des Jahres haben wir einen Terminplan für die Abfuhr der verschiedenen Müllsorten erhalten. In unserem Wohngebiet sollen die gelben Säcke Freitags abgeholt werden. Werden sie aber nicht.
Die Wagen der Firma, an die die Stadt den Auftrag vergeben hat, fahren am Dienstag vor dem Freitag durch diverse Straßen.
Natürlich habe ich das Subunternehmen angerufen. Das stimme nicht, hieß es beim ersten Mal.
Beim zweiten Anruf versprach der Mann am anderen Ende der Leitung die Tour umzustellen.
Das ist bis heute nicht passiert.
Zum Glück sind die Menschen schlau. Sie gewöhnten sich daran, die gelben Säcke für den Dienstagstermin herauszustellen.
Bis neulich Reformationstag (Di.) und Allerheiligen (Mi.) waren.
Die Verschiebung, in unserem Plan auf den Samstag, erfolgte in Wirklichkeit auf den Montag.
Daraufhin lagen die Säcke nun zwei Wochen herum, platzten auf und entließen ihren Inhalt unübersehbar auf den Gehweg.
Ich werde den Umstand zum Anlass nehmen, erneut darüber nachzudenken, wobei wir Plastikmüll mitkaufen.

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