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Übers Schreiben


Ich werde immer wieder gefragt: »Wie machst du das? Woher nimmst du die Ideen? Wie entsteht so eine Geschichte?«
Lustig ist, dass viele die Vorstellung haben, ich säße in einem einsamen Zimmer und hackte auf einer Schreibmaschine herum, umgeben von Bergen zerknülltem Papier.
Fernsehen prägt uns sehr. Natürlich schreibe ich ressourcenschonend am Computer.

Texte schreiben und überarbeiten

Meine Ideen speisen sich aus dem Leben selbst. Ich finde eine Begebenheit interessant, behalte sie im Hinterkopf. Irgendwann fällt sie mir wieder ein, mit einem weiteren Gedanken. Ich lasse sie ruhen. Nach einiger Zeit kommt sie mir wieder in den Sinn, gereift zu einer wirklichen Idee.
Nach mehreren solcher Zyklen schreibe ich die erste Version. Diese wird etliche Male überarbeitet, bis sie mir inhaltlich gefällt. Danach feile ich am Ausdruck.
Es steht nicht wirklich und dann … und dann … da, jedoch gibt es viele Wortdoppelungen und Ungenauigkeiten. Dabei greife ich auf das Internet zurück und suche in Synonymwörterbüchern oder stöbere in Fachartikeln.

Jahreslesung des Wittener Autorentreffs

Zur Zeit überarbeite ich eine Kurzgeschichte für meine Autorengruppe. Am 12. November 2016 findet unsere Jahreslesung statt und ich möchte etwas vortragen können, mit dem ich zufrieden bin.
Das Arbeitsthema »Identität« bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten. Für welche ich mich entschieden habe, kann ich natürlich noch nicht verraten 😉
Wer sich für die Lesung interessiert findet zu gegebener Zeit sowohl hier, als auch auf der Homepage des Wittener Autorentreffs weitere Informationen.

Ausschreibungen für Schreibwettbewerbe

Nachdem es mir riesigen Spaß gemacht hat an einigen Wettbewerben teilzunehmen und ich sogar gewonnen habe, durchstöberte ich weiterhin die Ausschreibungen.
Manche Themen fand ich wirklich interessant, also las ich die Wettbewerbsbedingungen. Hier scheiterte ich immer häufiger. Ich bin zu alt, wohne am falschen Ort, habe noch nicht bei einem Verlag veröffentlicht oder sonst etwas.
Ein wenig gefrustet von den vielen Einschränkungen sehe ich mich zur Zeit nicht nach Ausschreibungen um, nehme also an keinen Wettbewerben teil.

Haben Geschichten Auswirkungen im Leben?

Dass sich mein Leben auf meine Geschichten auswirkt, habe ich oben schon geschrieben. Aber gilt das auch umgekehrt?
Für den Fall, dass es so ist, bin ich froh über das Positive und die Hoffnung, die in jeder meiner Geschichten mitschwingt.
Zu dieser Überlegung gekommen bin ich, weil sich die Heldin in meiner Kurzgeschichte »Jahrestag« an ihre Fahrt im Rettungswagen erinnert. Ich hatte kürzlich das zweifelhafte Vergnügen vorn mitzufahren. Frank lag hinten auf der Trage.
Wie in meiner Geschichte ist alles gut ausgegangen.
Und vielleicht ist das die Auswirkung, die in beide Richtungen schwappt – vom Leben in die Geschichten und von den Geschichten ins Leben: Die Gewissheit, dass am Ende Alles gut ist.

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